Das Gespann ist ein zweispuriges Fahrzeug, wird aber nur einseitig und i.d.R. mit einem Rad angetrieben. Das macht beim Fahren, vor allem beim Anfahren, ein korrigieren notwendig. Diese Korrekturen sind normal und wird von einem Gespannfahrer quasi automatisch ausgeführt. Moderne Gespanne sollten so eingestellt sein, dass sie im Geschwindigkeitsbereich zwischen 80 und 100 km/h ohne ziehen oder drücken am Lenker geradeaus laufen. Bei Vorderradreifen mit rundem Profil ist der Geradeauslauf leichter zu korrigieren, aber es gibt noch andere Einflussfaktoren.
Zieht das Gespann nach einer Seite und es muss stets Kraft aufgewandt werden um geradeaus zu fahren, ist dies nicht normal.
Um die Ursache einzugrenzen ist folgendes zu überprüfen:
Luftdruck auf allen Rädern in Ordnung?
Reifenprofile noch gut?
Beiwagenanschlüsse auf Festigkeit prüfen?
alle drei Räder auf Radlagerspiel prüfen?
Lenkkopflager ohne Spiel?
Hinterradschwinge ohne Spiel?
steht das Beiwagenfahrgestell bei beladenem Beiwagen parallel zur Straße?
Lenkungsdämpfer in Ordnung?
Zieht das Gespann nach Abarbeiten der Liste möglicher Ursachen immer noch nach einer Seite, sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden. Fast immer sind es mehrere Faktoren die Zusammenwirken. Ist dies bereits bei einem neu gekauften Gespann der Fall, muss der Verkäufer es richten.
Weitere Ursachen:
Vorspur am Beiwagenrad
Schwerpunktänderung durch ungünstige Gewichtsverteilung
Sturz der Zugmaschine
Sturz am Beiwagenrad
Bei Autoreifen sollten die Räder, mit Fahrer und ggf. mit Passagier besetzt, keinen Sturz haben.