Beiwagenformen

Die Gestaltung von Beiwagen unterliegt dem Zeitgeschmack. War man früher durch die verfügbaren Materialien eingeschränkt, so bietet die heutige Technik nahezu unbegrenzte Möglichkeiten für die Herstellung unterschiedlichster Formen.

 

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Blickt man auf die Entwicklungsgeschichte zurück, wirken die ersten Beiwagenaufbauten mit neuer Technik eher unattraktiv. Dies galt sowohl für den Korbsesselbeiwagen als auch für die erste Bootsform aus dem 3D-Drucker. Den Erfindern geht zunächst um die Technik des Neuen, der Verkauf ist zunächst zweitrangig.

Seit dem Boom der Gespanne in den 1990er Jahren wurden in Deutschland rund 50.000 Beiwagen verkauft, wobei nur etwa 30 wirklich innovative Formen entstanden sind. Dies ist nachvollziehbar, denn die Weiterentwicklung bestehender Bootsformen ist einfacher und erfordert geringere Entwicklungskosten. Der Hersteller muss dabei sowohl den Ansprüchen des Passagiers, dem Zeitgeist, den Bedürfnissen seiner Kunden sowie dem geplanten Einsatzzweck gerecht werden. In Frankreich hingegen begeistert sich die Gespannszene immer wieder für avantgardistische Designs, die in anderen Ländern oft als zu progressiv gelten.

 

Seit den 1980er Jahren hat sich Glasfaserverstärkter Kunststoff (GFK) als das gängigste Material etabliert, seltener verwendet wird: Stahlblech, ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer), Aluminium oder Edelstahl. Im Rennsport werden leichte Materialien wie Carbon verwendet.

 

Die am meisten nachgebaute und immer wieder abgeänderte Form ist die des Steib TR 500 aus den 1930er Jahren.

 

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TR-Nachbau-Beispiele:

 

Neue Formen

Neue Formen die in den letzten Jahrzehnten in Deutschland angeboten wurden.
Beispielhaft stehen dafür:

Sehenswert auch die Kreationen der französischen Hersteller

 

Eigenbauten der Gespannfahrer sind Legion ...

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Der Beiwagenaufbau bedarf keiner Abnahme durch TÜV oder Dekra. Die Vorschriften über Beleuchtung und Kantenschutz müssen aber eingehalten werden.

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Abb. Ulrich Geyer

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