Carell gehörte zu den führenden Gespannherstellern in D zwischen 1984 bis 2000.
Als Fachmann für Dampf- und Drucktechnik beim TÜV hatte sich Carell schon einige Zeit nebenbei dem Beiwagenbau gewidmet und dann 1984 gemeinsam mit Gattin Marianne die Carell Fahrzeugbau GmbH gegründet.
Carell in die boomende Gespannzeit der 90er Jahre viele Impulse eingebracht, u.a. Aluminiumfahrwerk, Beiwagenradlenkung, spezielle Umbauten vieler Marken. Dabei hat er neben vielen unterschiedlichen Kombinationen auch einige optimierte MZ-Gespanne aufgebaut, mit Vorderradschwinge und 15-Zoll-Fahrwerk. Import des Beiwagen Moturist P2.
Mitarbeit beim, von Edmund Peikert erstelltem, ersten Leitfaden für Gespannfahrer.
Beiwagenmodelle:
Boote 1 / 3 / 5 (Weiterentwicklungen des TR 500 von Steib),
auch als NB (Nachbau) bezeichnet. Beiwagenbezeichnungen:
1 - entspricht dem Steib 500
2 - ähnlich wie B. 1 jedoch mit größerem Kofferraum
3 - jedoch verbreitert und mit hochgezogenem Kofferraum
5 - ist ähnlich dem Boot 3
Bau von Sportgespannen mit 13"-Fahrwerk für Moto-aktiv-Rennen.
Carell/Weiner-Gespann
Im Rahmen einer Diplomarbeit untersuchte und konstruierte Bert Weiner in Zusammenarbeit mit der Carell 1988 das gelenkte Seitenwagenrad. Durch den großen Vorlauf des Seitenwagenrades von 800 Millimeter ist ein Überschlag in Linkskurven nicht mehr möglich, machte aber, um überhaupt noch ein akzeptables Lenkverhalten zu ermöglichen, das gelenkte Seitenwagenrad nötig. Das Beiwagenrad wird von zwei Querlenkern geführt; die Übertragung der Lenkbewegung erfolgt über ein Gestänge unter dem Boot. Vorstellung in MG Nr. 1, 1989.
Carell-Enduro-Umbau, 1988