Die Gespannhersteller geben dem Gespann bestimmte Fahr- oder Gebrauchseigenschaften in dem sie einige grundsätzliche Maße des Gespannes festlegen.
Die Spurbreite, auch Spurweite genannt. Es ist der Abstand des Seitenwagenrades von der Motorradlängsachse.
„Länge läuft“ heißt die Devise. Das Gespann sollte nicht breiter als lang sein. Doch moderne Gespanne mit breiten Beiwagen sind nicht weit davon entfernt. Mit jedem Zentimeter mehr muss tiefer in die Fahrwerks-Trickkiste gegriffen werden, denn auch die Lastwechselreaktionen werden größer, und dem Geradeauslauf werden Opfer gebracht zu Gunsten der Kurventauglichkeit.
Die Spurweite hat großen Einfluss auf die Fahreigenschaft und Höchstgeschwindigkeit.
Bei Spurbreiten von bis zu 1,20 Metern spricht man von Schmalspurern. Sie sind fast nur noch bei Rollergespannen üblich. Mit den heute im Gespannbetrieb verwendeten Motorrädern sind Spurbreiten zwischen 1,30 und 1,40 Meter die Regel.
Zur Spurbreite kann man generell sagen:
Gespanne mit kleinen Spurbreiten, können im Verhältnis zu ihrer Motorleistung schneller sein. Sie sind wendig und agil und man kann blitzschnell um enge Ecken flitzen. Fährt man damit schnell, muss man sich fahrerisch mehr anstrengen.
Gespanne mit großen Spurbreiten sind behäbiger. Mit der Breite des Gespanns steigt der Luftwiderstand, der Benzinverbrauch und die Hebelkräfte. Wünscht man sich einen bequemen 1,5- oder 2-sitzer-Beiwagen, sind Spurbreiten unter 120 cm nicht mehr zu realisieren.