Gespannbezeichnung von Mobec mit einem über eine Visko-Kupplung angetriebenem Beiwagenrad.
Manfred Beck bietet seit den 1990er Jahren Gespanne mit Beiwagenantrieb an. Für Beck, ist die Super-Drive-Variante das perfekte Fahrzeug für Fernreisende.
Die Autoräder hinten und an der Seite sind mit Kardanwellen verbunden, dazwischen sitzt eine Haldex-Lamellenkupplung. Der Fahrer kann zwischen 24 Gangstufen wählen, das reicht vom Kriechgang mit vier bis zur Höchstgeschwindigkeit von über 150 km/h. Mit der Offroad-Übersetzung von 1:5,05 und dem permanenten Zweiradantrieb können im Gelände Steigungen von 45 Grad überwunden werden.
Beim flotten Beschleunigen sind allerdings stärker ausgeprägte Lastwechsel spürbar. Doch es ist ein besonderes Fahrerlebnis, wenn mit dem voll zugeschalteten Zweiradantrieb kräftig Gas gegeben wird. Als würde man auf Schienen fahren, unbeirrbar stur zieht das schwere Gespann nach vorne.
Mobec verbaut in diesem Unimog auf drei Rädern als Basis ein zentrales 3D-Fahrgestell mit einem Hilfsrahmen für die Maschine. Das Vorderrad wird von einer Einarmschwinge geführt und ist mit einem White-Power-Zentralfederbein ausgestattet. Die Räder hinten und am Beiwagen stützen sich über Doppelquerlenker auf je zwei Bilstein-Federbeine. Ein Vorteil der Radaufhängungen: Schneeketten können problemlos aufgezogen werden.
Rundum sind üppige Stahlfelgen in der Größe 5.0x15 montiert. Da die Räder untereinander ausgetauscht werden können, passt ein viertes Rerserverad immer. Das Super-Drive-Konzept ist nicht nur in Verbindung mit der BMW GS zu realisieren, auch andere Zugmaschinen können damit aufgebaut werden.
Das Duo Drive durchlief viele Entwicklungsstufen.
Duo Drive Beiwagen 1995
Karosserie: Mobec Enduro-Boot
Fahrwerk: aus Vierkantrohr mit gezogener Schwinge
Bereifung: 165 R 14
Federbein: Bitubo
Federweg: 80 mm
Bremse: hydraulisch betätigte Scheibenbremse
Sitzbreite: 700 mm
Fußraumlänge: 1250 mm
Heckraumvolumen: 235 Liter
Bilder aus MG 139 (2014)
Duodrive 2021