Wird auch als Viscosekupplung, Viscodrive oder Voscose-Dose bezeichnet. Für Gespanne weiterentwickelt von Manfred Beck. Eingesetzt beim Beiwagenantrieb.
Abb. Mobec XS 750 mit Beiwagenantrieb. K.H. Press, Motorradtreffen Schalkenmehren, 1988.
Besonderheit: Deutlich reduzierter Vorlauf des Beiwagenrades.
Funktionsprinzip der Viskosekupplung
Ein geschlossenes, mit hochviskosem Silikonöl gefülltes Gehäuse mit ineinandergreifenden Lamellenscheiben, die sich nicht berühren. Ein Lamellensatz ist mit der Antriebswelle verbunden, der andere mit der Abtriebswelle. Im Prinzip funktioniert es wie eine Mehrscheibenkupplung ohne Federn.
Funktionsweise:
Bei gleicher Drehzahl beider Wellenseiten findet kaum Kraftübertragung statt – die Lamellen „schwimmen" im Öl. Sobald eine Drehzahldifferenz entsteht (z.B. Antriebsrad dreht schneller als Seitenwagenrad), wird das Silikonöl zwischen den Lamellen geschert. Die Scherkräfte im zähen Öl übertragen Drehmoment von der schneller zur langsamer drehenden Seite Je größer die Drehzahldifferenz, desto stärker die Kraftübertragung - bis nahezu 100 Prozent.
Vorteil beim Gespann:
Die Viskosekupplung wirkt als selbstregelnde, verschleißarme Rutschkupplung. Sie verhindert Verspannungen im Antriebsstrang und ermöglicht eine automatische Drehmomentverteilung zwischen Hinterrad und Seitenwagenrad – ohne mechanische Einstellung.
Viskose-Kupplung vs. Haldex-Kupplung
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Merkmal |
Viskose-Kupplung |
Haldex-Kupplung |
Siehe auch Haldex-Kupplung und Beiwagenantrieb