Stabilisator

Der Stabilisator, Querstabilisator, Torsionsstab oder auch Drehstab, verbindet quer zur Fahrtrichtung, das hintere Rad des Motorrades mit dem Beiwagenrad. Erfunden hat die Federung Ferdinand Porsche.

Stabilisatoren bei Krafträdern mit Beiwagen wurden bis Ende der 1970er Jahre bei manchen Beiwagen (Bsp. Squire ST/RS) noch als Stoßdämpfer eingesetzt. Vor allem aber verhindert er das Wanken des Fahrzeugs (Wankstabilisator) insbesondere bei Kurvenfahrt und sorgt so für eine bessere Straßenlage, einem Aufschaukeln wird entgegengewirkt (vgl. Wankachse).

Der Stabilisator ist ein Federelement, das beim Anheben eines Rades über die Verdrehung des Stabilisators das damit gekoppelte andere Rad ebenfalls anhebt, beim Absenken ebenso senkt. Bei Kurvenfahrten wird dadurch dem Wanken entgegengewirkt.

Auch kann durch einen Stabilisator das Eigenlenkverhalten eines Fahrzeuges positiv beeinflusst werden.

Sinnvoll ist der Einsatz bei komfortabel abgestimmten Gespannen, zum Beispiel MZ mit Superelastik. Je mehr Federweg zur Verfügung steht, desto mehr erhöht sich das Wanken der Karosse in Kurven. Aber auch bei schnellen und sportlich gefahrenen Gespannen kann durch einen Stabilisator das Fahrwerk stabiler gehalten werden.

Grundsätzlich lassen sich Gespanne mit Stabilisator komfortabler abstimmen.

Immer mal wieder wird die Idee eines hydraulischen Querstabilisators ins Gespräch gebracht bei denen die Federbeine von Hinterrad und Beiwagenrad hydraulisch verbunden werden. Soweit bekannt, wurde 1973 dies von Gregor Weiß an einem Moto Guzzi-Gespann gebaut. Weitere Umbauten sind nicht bekannt. Fachleute sehen diese Art der Stabilisierung aus unterschiedlichen Gründen kritisch.

 

Drehstabverstellung von Sauer
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