MZ

Stoye-Fahrzeugbau MZ-Werk IV Leipzig C1. Nach der Verstaatlichung 1972, wurden aus den gefertigten Stoye-Seitenwagen (Super-Elastik) MZ-Seitenwagen. Das letzte und komplett von MZ/MuZ aufgebaute Gespann wurde als Prototyp 1994 auf der IFMA in Köln präsentiert.

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Der Gespannbau in der DDR ist im Beitrag DDR-Beiwagen zusammengefasst.

 

Kurz vor der Wende, 1989, präsentierte Importeur Fritz Röth die neue MZ ETZ 251.
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Mit dem Ende des VEB MZ Werk IV in Leipzig 1990 verschwand auch die traditionsreiche MZ-Seitenwagenproduktion endgültig aus der deutschen Fahrzeuggeschichte. Ursprünglich aus der Stoye KG hervorgegangen, wurde der Betrieb 1972 verstaatlicht und dem Motorradwerk Zschopau angegliedert. Unter planwirtschaftlichen Vorgaben lief die Fertigung zwar weiter, jedoch ohne wirtschaftliche Eigenständigkeit, Innovationsspielraum oder Investitionen.

Die jährlich produzierten 2000 bis 3000 Seitenwagen waren längst unrentabel und mussten staatlich subventioniert werden. Mit der Währungsunion in der ehemaligen DDR wurde deutlich, dass der Betrieb auch durch Sanierungsmaßnahmen nicht mehr zu retten war. Ein aufgeblähter Mitarbeiterstamm und fehlende Perspektiven führten schließlich zur Aufgabe des Werks, dessen einzig verbliebener Wert im Betriebsgelände lag, das später veräußert wurde.

Kurz vor dem Abriss im August 1990 montierten zwei Arbeiter die letzten 70 Seitenwagen, während der Abbau der Anlagen und die Umnutzung des Geländes bereits vorbereitet waren. Mit dem endgültigen Produktionsende schloss sich das letzte Kapitel der MZ-Seitenwagen – ein Verlust, der insbesondere bei MZ-Enthusiasten Wehmut hinterlässt und zugleich das Ende eines bedeutenden Abschnitts der Seitenwagengeschichte markiert.

 

Kanuni

Die Produktionseinrichtungen der Zweitakter wurden in die Türkei an die Firma Kuralkan verkauft. Kuralkan Motorlu Araçlar A.Ş. war etwa 10 Jahre lang Bauteilliferant für MZ. In Istanbul wieder aufgebaut, liefen die Modelle Classic, Tour und Fun ab 1995 unter der Marke MZ Kanuni vom Band. Über die MZ-B Vertriebs GmbH wurden die Modelle auch nach Deutschland importiert. Im Gespannbetrieb mit Velorex-Boot kostete das Gespann 6450 D-Mark (siehe MG 26 und 30). Letzter MZ Kanuni-Import um 2000.

 

Prototyp eines vermutlich nie entstandener MZ-Beiwagens von VEB-Zschopau Werk 4, 1989.
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Zur Umsetzung kaufte die Firmenleitung die Rechte, um wieder unter dem traditionsreichen Namen Stoye Seitenwagen produzieren zu können (Zusammenarbeit mit Helmut Walter).

Das neue Boot sollte, im Gegensatz zum MZ-Seitenwagen, aus glasfaserverstärktem Kunststoff gefertigt werden. Unter das Boot sollte ein Jewell-Fahrgestell kommen, um eine einfache Montage an bekannten maschinenseitigen Umbausätzen verwenden zu können. Weitere Informationen zu diesem Entwurf sind nicht bekannt.

1991 erschien die erste MZ mit Viertaktmotor. Die Treuhand und die sächsische Regierung einigten sich darauf, MZ eine weitere Chance bis Juli 1992 zu geben, um die Marktfähigkeit der Produkte unter Beweis zu stellen. Die Mitarbeitenden verzichteten auf 10 % ihres Nettolohnes. Das Geld erhielt MZ als Darlehen.

(MG Nr. 14)

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MZ-Prototyp 1994 auf der IFMA in Köln an einem unscheinbaren und minimalistischen Messestand. Offensichtlich war kein Geld mehr vorhanden, um eine angemessene Präsentation auszurichten. Spekuliert wurde damals auf der Messe ob das Fahrwerk noch einige Änderungen erhält. Wie zum Beispiel, ob die Bremse eine Momentabstützung erhält, das Vorderrad wohl wieder wegen geringerer Spurrillenempfindlichkeit wieder mit einer 16"-Felge eingespeicht wird.
Die Frontscheibe ließ sich über Schnellverschlüsse abnehmen.
Doch dieser Prototyp wurde nie weiterentwickelt und verschwand in den Zeiten des Umbruchs bei MZ.
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Neue Ära - letztes MZ-Kapitel

MZ 1000 mit EML Roadster S1. Vorgestellt von Mike Ott 2005. Beteiligt waren bei der Umsetzung auch Falk Hartmann und Carl Schmidt (Juca).

Premiere auf der Faszination Motorrad 2005.
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Letzte Bearbeitung: 14. April 2026

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