Schwenker

Auch Pendelgespann. Motorradgespann bei dem Motorrad und Seitenwagen nur mit zwei beweglichen Verbindungen (meist Kugelköpfe als Scharnier) verbunden ist. Dadurch fährt das Motorrad mit Schräglage durch die Kurven. In Deutschland 1935 von Heinz Kloster, aus Essen-Borbeck patentiert. Frühere Umbauten gab es in den USA und England. Geläufige Bezeichnung heute: Schwenker-Gespann.

Für den bekannten Motorrad-Journalisten Ernst Leverkus (Klacks) waren Schwenker Teufelszeug. Bei einer Testfahrt mit einem Schwenkergespann auf der Solitude-Rennstrecke bei Stuttgart, zwang ihn der Schwenker zum verlassen der Strecke und mit viel Glück brauste er um Haaresbreite an Bäumen vorbei durch den Wald. Mit welchem Schwenker er in den 1970er Jahren unterwegs war, ist nicht überliefert.

 

Peter Sauer mit Mueller-Nortion 961 mit Meteor-Beiwagen. Foto Axel Koenigsbeck
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Ende der 1980er Jahre haben die Brüder Kurt und Markus Aregger den Schwenker wiederentdeckt und als Sidewinder neu konstruiert.

 

Bewegungsabläufe beim Schwenker:

- Schräglage des Motorrades
- Spurversatz des Beiwagenrades
- senken des Beiwagenfahrgestells
- kippen des Beiwagenrades um die Hochachse.

Liegen die Schwingengelenke nicht auf gleicher Höhe, versetzt der Beiwagenrad nicht parallel zur Fahrzeuglängsachse, dadurch ergibt sich eine variable Vorspur.
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Während Kalich bei seinen Schwenkern eine Beiwagenbremse konsequent ablehnt, halten die anderen Hersteller auch beim Schwenker die Beiwagenbremse für unverzichtbar. Welches die bessere Lösung ist, darüber herrscht kein Konsens. Fakt ist, ohne Bremse ist der Umbau deutlich günstiger.

 

Hersteller von Schwenkergespannen

 

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Weitere nicht-starre-Gespannkonzepte: Flxible und Parallelneiger (Bsp. Toro, Flexit)

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