Ursprünglich ein Konstruktionselement aus dem Stahlbau zur Verbindung einzelner Träger.
Knotenbleche werden als verstärkende Verbindungselemente eingesetzt, um Bauteilknoten, also Stellen, an denen mehrere Lastpfade zusammentreffen – mechanisch robust und lastgerecht zu strukturieren. Sie sind keine primär tragende Bauteile wie ein Rahmenrohr selbst, sondern verteilen Kräfte zwischen Bauteilen und reduzieren Spannungsspitzen im Knotenbereich.
Das grundlegende Wirkprinzip besteht darin, dass das Knotenblech seine Fläche nutzt, um Spannungen gleichmäßig zu verteilen und damit lokale Konzentrationen zu reduzieren, die andernfalls zu Ermüdung und Rissen führen könnten.
Abbildung aus "Motorradgespanne im Eigenbau" Bd. II.
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Anwendungsfälle
Beispiel Beiwagenfahrgestell: Hier treffen Rohrverbindungen aufeinander und werden im Schweißverfahren verbunden. Bei den Leiter- und Rechteckrahmen werden groß-dimensionierte Knotenbleche auch zur Befestigung des Bootskörpers verwendet.
Beispiel Lenkkopf: Der Lenkkopf ist ein stark belastetes Bauteil. Oft sind schon vom Motorradhersteller hier Knotenbleche eingesetzt.
Bevor Knotenbleche eingesetzt werden müssen Belastungsrichtung und -höhe geprüft werden. Entsprechend den am Knoten wirkenden Kräften wird dann Materialstärke und Form bestimmt.