Hubsitz

Der Hubsitz ermöglicht ein leichtes Ein- und Aussteigen für den Beiwagenpassagier.

 

Das Problem: Die belastete Sitzfläche des Beiwagensitzes ist in der Regel nur 15 bis 20 Zentimeter über den Beiwagenboden. Der Passagier muss, vor allem beim Aussteigen die Beine stark anziehen um aufzustehen, was nach einer gewissen Gelenkigkeit verlangt. Hilfreich können dabei eine tief ausgeschnittene Bordwand, eine Beiwagentüre oder eine hohe Sitzposition sein. Auch ein Sitz der zum Aussteigen nach rechts schwenkbar ist kann hilfreich sein. Da aber bei vielen Beiwagen diese Gegebenheiten selten vorhanden sind, ist ein Hubsitz oder auch Sitzlifter eine komfortable Lösung, die fast immer eingebaut werden kann.

Lösungen: So ist es für den Passagier optimal. Nachteil: der Mitfahrer sitzt "im Wind" und hoher Schwerpunkt.
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In den Ausgaben von MG 121, 129, 125 und 167 wurden verschiedene Lösungen vorgestellt. Einfache Konstruktionen mit einem sogenannten Badewannenlifter können mit etwas handwerklichem Geschick als Eigenbau realisiert werden.

Sitzlifter mit einem elektrischen Wagenheber.
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Der Badewannen-Sitzlifter mit Luftbalg, auch seitlich schwenkbar.
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Der professionell konstruierte Sitzlifter von Lefèvre wird von zwei Spindeln betrieben, die in Zylindern laufen. Das Scherengestänge unter dem ursprünglichem Beiwagensitz hat eine Höhe von nur 6 Zentimetern und hebt den Schalensitz etwa 30 Zentimeter an. Eine besondere Eigenschaft dieses Designs ist, dass sich die Rückenlehne beim Anheben des Sitzes automatisch nach vorne bewegt und eine fast senkrechte Position einnimmt. Die Steuerung kann mit einem Schalter oder über eine Fernbedienung erfolgen. Betrieben wird der Hubsitz über zwei Linearmotoren, die den erforderlichen Strom von der Motorradbatterie erhalten. Laut Lefèvre können bei abgestelltem Motor über zwanzig Liftvorgänge mit einem Passagier durchgeführt werden, bevor die Batterie erschöpft ist.

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