Über 80 Prozent der Gespanne laufen auf Autorädern mit Pkw-Pneus. Die sogenannten Allwetterreifen, insbesondere am Vorderrad, sind immer eine gute Wahl, wenn es kein Sportgespann ist. Sie haben relativ runde Flanken, was einem guten Geradeauslauf fördert und Spurrillen besser überwindet.
Für einige Zweiradfelgen sind Gespannreifen erhältlich. Diese Reifen sind jedoch meist relativ schmal und nur für wenige Umbauten verwendbar.
Beispiel: Heidenau K 28 in 18- und 19 Zoll
Vorteile von Autoreifen
Autoreifen bieten im Vergleich zu Zweiradreifen eine deutlich größere Kontaktfläche zur Fahrbahn, was zu einem geringeren Verschleiß und einer höheren Tragfähigkeit führt. Der Einsatz eines runden Reifens am Hinterrad macht nur dann Sinn, wenn der Umbau kostengünstig bleiben soll oder das optische Erscheinungsbild des Fahrzeugs beibehalten werden soll.
Insbesondere am Vorderrad werden Reifenformen mit runden Flanken gewählt, sie sind weniger empfindlich bei Spurrillen. Autoreifen am Vorderrad mit einer Breite von 165 oder weniger lassen sich leichter Lenken als Breitreifen.
Rollerreifen
Legt man besonderen Wert auf leichtes lenken und spurtreue, kann man weiterhin Soloreifen verwenden - was auch den Umbau günstiger macht. Werden kleinere Felgendurchmesserl montiert, können die Hinterräder von Großrollern (z. Bsp. 165er) verwendet werden, die dann entgegen der Laufrichtung zu montieren sind.
Rechts, Mitas Touring Force
Umbaukosten und -aufwand
Der Umbau der Zugmaschine auf Autoräder ist mit erheblichem Aufwand und hohen Kosten verbunden. Der Gespannhersteller muss einen speziellen Adapter anfertigen, um das Motorradrad mit der neuen Felge zu verbinden, da es keine Standard-Autofelgen gibt, die ohne ein maßgeschneidertes Zwischenstück passen.
Verschleiß und Lebensdauer der Reifen
Bleibt die Solobereifung an der Zugmaschine, führt der deutlich höhere Verschleiß, insbesondere am Hinterrad dazu, dass die gesparten Kosten beim Umbau schnell wieder aufgezehrt werden. Bei einer Zugmaschine mit 100 PS hält ein Hinterradreifen je nach Fahrweise zwischen 500 und 3.000 Kilometern, während man beim Vorderradreifen von einer etwa dreifach längeren Lebensdauer ausgehen kann. Autoreifen haben hingegen eine vielfache längere Lebensdauer.
Abgefahren aber bewährt: Bridgestone 160-60 R 15 auf EZS Solid Felge
Winterreifen
Eine Winterreifenpflicht gilt nicht für Motorräder, egal ob mit oder ohne Beiwagen.
Durchmesser und Luftdruck aller Reifen hat erheblichen Einfluss auf das Fahrverhalten.
Siehe auch Beitrag "Räder".