Extensodive (EML)

Extenso-Dive-Vorderradgabel von EML / W-Tec

Im Rahmen der GT-Twin-Entwicklung konstruierte W-Tec (EML) die Extenso-Dive-Vorderradgabel als alternative Radführung für Gespanne. Das System basiert auf einer Teleskopgabel mit 45 Millimeter Gleitrohren, die ausreichend verdrehsicher sind. Die Gleitrohre werden über die gesamte Länge in Tauchrohren mit Längslagern geführt. Die offene Bauweise der Tauchrohre macht dies möglich.

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Zwei parallel vor dem Teleskop angeordnete Federbeine übernehmen die Federung. Diese externe Anbringung ermöglicht einfache Justierung. Die Bremssättel sind an den Tauchrohren befestigt, wodurch das Gespann beim Bremsen vorne eintaucht.

Die Bauelemente sind für alle Motorräder identisch. Die Federbeine können mit entsprechenden Federn auf das jeweilige Motorradgewicht voreingestellt werden.

Der Nachlauf ist bei der Extenso-Dive-Gabel nicht nachträglich korrigierbar. Die Werte sind modellspezifisch und stellen einen Kompromiss zwischen Geradeauslauf, Handlichkeit und Lenkkraft dar. Sie fallen generell etwas kürzer aus als bei vergleichbaren Schwingen.

Die Fahreigenschaften sind präzise und unterscheiden sich kaum von Vorderradschwingen. Das System hält die eingeschlagene Richtung exakt und reagiert präzise auf Lenkkorrekturen. Der Geradeauslauf ist auch bei hohen Geschwindigkeiten einwandfrei. Lediglich beim Bremsen ist durch das Eintauchen ein Unterschied feststellbar.

Die Extenso-Dive-Gabel ist optisch ansprechend und kommt besonders Anforderungen von Gold-Wing-Gespannfahrern entgegen, die keine Vorderradschwinge wünschen.

Seit 2001 stellt die Extenso-Dive-Gabel eine Alternative zur Vorderradschwinge dar, ohne diese zu ersetzen. Bei Einzelanfertigungen bleibt die Schwinge vorteilhaft, da sie sich einfacher, schneller und kostengünstiger an das jeweilige Motorrad anpassen lässt.

 

Die feststehende Rohrhülse dient als Befestigung für die Beiwagenradlenkung des GT-Twin.

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Neben W-Tec-EML hatte auch die Firma EZS eine gespanntaugliche Teleskopgabel im Programm. Im Gegensatz zur EML-Konstruktion befinden sich die Federungselemente bei EZS innerhalb der Tauchrohre.

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