Dnepr

Gespannenmarke der ehemalig UDSSR, heute Ukraine (KMZ, KIEVSKI-MOTORZIKLI-ZAVOD). Wurde zwischen 1960 und 1991 in Kiew auf Basis der M72 gefertigt und überwiegend als Gespann ausgeliefert. Modellvarianten mit Beiwagenantrieb Dnepr 16 und ohne Dnepr 11.

In Deutschland wurde die Marke über sehr oft wechselnde Importeure vertrieben. Die Preisspanne eines neuen Komplettgespannes lag 1989 in Deutschland zwischen 2900 und 6000 D-Mark.

Der Dnepr-Beiwagenkofferraum ist durch das Vorklappen der Sitzlehne zugänglich, ein Unterscheidungsmerkmal zum Ural-Beiwagen der eine Kofferraumklappe hat.

Da zigtausende Beiwagen gefertigt wurden und teilweise noch nachgefertigt werden, werden die robusten Blechboote und auch die Fahrwerke immer noch für Umbauten mit allen Motorradmarken verwendet. Gerne auch wenn der Beiwagen tiefergelegt werden soll, was mit dem von Dnepr einfacher umzusetzen ist als bei Ural.

Die Dneprmotoren wurden häufig durch die 2-Ventil-Boxer von BMW ersetzt. Auch Dutzende von Dnepr mit nachträglich eingebauten Dieselaggregaten sind bekannt, unter anderem von Löw.

 

 

DNEPR 11, ohne Beiwagenantrieb

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Daten Dnepr 11:

 

 

Daten Dnepr 16, mit Beiwagenantrieb

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Quer-Schnitt des MT-ohv Motors

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DATEN MT 11/16

2 Ventile pro Zylinder, ohv

Bohrung/Hub: 78/68 mm

2-Scheiben-Trockenkupplung, Halb-Automatik (Mechanismus im Getriebe rückt beim betätigen des Fuß-Schalthebels die Kupplung aus

 

 

Siehe auch KMZ