Beiwagenmodell von Jeaniel (F), gebaut ab 1986 als leichter 1sitzer. Als breite GT-Version vom französischen Gespannhersteller Produc´Side angeboten. Nach dem Walter die Beiwagenpalette von Jeaniel übernommen hatte, wurde der leichte Einsitzer noch bis 2017 produziert.
Daten Walter Cobra
Karosserie: Jeaniel Cobra
Fahrwerk: Stahl-Rundrohrrahmen, Vierpunktanschluss
Radführung: gezogene Schwinge
Bereifung: 165/60 R 13 auf Borbet-Alurad
Federbein: Bitubo
Federweg: 60 mm
Scheibenbremse: 200 mm, Zweikolbensattel
Sietbreite: ca. 50 mm, Schalensitz
Beiträge in MG: 8, 14, 33, 41, 53, 59, 138, 160, 190
Die Cobra Geschichte
(Textpassage aus MG 33)
Der Cobra-Beiwagen ist eine Entwicklung von Jean-Claude Perrin, dem späteren Firmenchef von Side-Bike. Das Boot wurde zu einem Zeitpunkt vorgestellt, als
noch die französische Fahne über der Manufaktur Jeaniel wehte.
Freches Design und viel Fahrspaß war die Devise, unter der der Cobra den Gespannfahrern schmackhaft gemacht wurde, wegen des günstigen Preises aber auch für Einsteiger gedacht war. „Dem Zeitgeschmack entsprechend ein sehr tiefer, aerodynamischer Beiwagen mit einem Minimum an Karosserie, aber einem Maximum an Effizienz", stand im Jeaniel-Journal Nummer 5.
Design muß sein! Von Anfang an gut durch gestylt, der Jeaniel Cobra. Einen Absatz weiter hieß es: „Mister Jeaniel" (Perrin) „hat mit dem Cobra seinen Zoo vergrößert". Die Spitzfindigkeit bezog sich auf die Namensgebung bei Jeaniel, hatte man doch mit dem Lynx (Luchs), dem Condor und dem Cap'tain - gemäß Jeaniel-Interpretation der Herr der Lüfte - schon den Grundstein für den Tiergarten gelegt, der nun mit einer Schlange erweitert wurde.
Die offizielle Präsentation des Cobra fand auf dem Pariser Salon 1986 statt.