Ähnlich wie bei den Sand- und Grasbahngespannen der 50er Jahre wurde die Neigung des Gespannes mit einem großen Lenkrad vom Beiwagenpassagier gesteuert. Die Drehbewegung wurde jedoch nicht auf die mittlere Anschlussstrebe umgesetzt, sondern auf ein Autolenkgetriebe, das ein Heben bzw. Senken der Beiwagenradachse bewirkte. Konstruktion von Alan Bruce um 1920, gebaut von George Brough 1938 mit einer Matchless SS 80 als Zugmaschine.
Das Seitenwagenrad war an einer gezogenen Langschwinge befestigt und wies ein Scheibenrad mit einer innen liegenden Spiralnut auf. Ein federbelasteter Sicherungsbolzen hielt das Rad in einer senkrechten Position. Bei Kurvenfahrt wurde nun mittels eines Fußhebels der Sicherungsbolzen gelöst Die Langschwinge - jetzt ohne Sicherung - kippte in Linkskurven (linksmontierter Seitenwagen) nach oben, das ganze Gespann bekam eine Neigung zum Kurveninneren.
Der Clou der Mechanik war die Vorrichtung, mit der das Gespann im Kurvenausgang wieder in Ausgangslage gebracht wurde. Nach dem Loslassen des Fußhebels schnappte ein zweiter Bolzen in die Spiralnut im Seitenwagenrad. Nach einigen Radumdrehungen stand das Gespann wieder waagrecht; der Sicherungsbolzen schnappte ein und weiter ging es bis zur nächsten Kurve. Analog funktionierte das Ganze bei Rechtskurven, nur dass sich das Seitenwagenchassis nicht senkte, sondern durch die frei nach oben ausschwenkbare Schwinge nun anhob.
Quelle: Motor Cycle vom 7. März 1929