Belle (Canterbury)

Ein Beiwagenmodell von Canterbury (1959). Der Canterbury-Belle war schwimmfähig und mit Schnellverschlüssen montiert. Er stützte sich auf ein 10-Zoll-Stahlfelge mit 3.50x10 59J Bereifung.

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Nur 5 Exemplare wurden gebaut. Ein British Pathé Video von 1960 dokumentiert das Fahrzeug. Das Boot konnte in wenigen Minuten vom Beiwagenfahrgestell abgenommen und zu Wasser gelassen werden.

 

Enfield India Bullet 500 mit Canterbury-Belle-Nachbau

(Eigenbau Ferry Wayand, Beitrag in MG 163)

Fahrzeug und Konstrukteur

Das Gespann verbindet eine Enfield India Bullet 500 mit einem selbst gebauten Beiwagen-Boot nach dem Vorbild der Canterbury Belle von 1959. Konstrukteur ist Ferry Wayand, der in Ungarn geboren wurde und mit 15 Jahren das damalige Warschauer-Pakt-Land verließ, um nach Westdeutschland zu ziehen. Dort absolvierte er eine Ausbildung als Elektriker und erwarb durch seine Tätigkeit in einem Maschinenbauunternehmen sowie durch sein Motorradhobby fundierte Kenntnisse in der Metallbearbeitung. Den Umgang mit glasfaserverstärktem Kunststoff (GfK) erlernte er zunächst durch die Herstellung von zehn Cromwell-Sturzhelm-Replikas.

 

Entstehung des Nachbaus

Der Bau des Bootes dauerte zwei Jahre; die reinen Materialkosten beliefen sich auf 10.000 Euro. Das fertige Boot ist gegenüber dem Original 3,5 cm breiter und 6 cm länger. Als besonderer Glücksfall erwies sich die Verfügbarkeit eines originalen Canterbury-Seitenwagenrahmens, der nur geringfügig angepasst werden musste.

Beim Euro-Gespann-Treffen 2019 in Luxemburg gewann Ferry Wayand mit der Canterbury Belle den Pokal für den besten Eigenbau.

 

Technische Daten

Motorrad

 

Beiwagen (Eigenbau-Boot)

 

Bootsmotor (Wasserantrieb)

 

Quelle: Peter Lohré, Bilder: Wayand, Wybramtz, Koenigsbeck.

 

Canterburry Belle im Original

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Vorgestellt auf der Earls Court London am 11.11.1960.
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Abbildungen: Peter Lohré, British Bike Mechanics, British Pathé

Beiträge in MG 163, 175

Letzte Bearbeitung: 11. April 2026

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